Analyse schneller Augenbewegungen in Virtual Reality
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eyeTrax - Das System

Für die Untersuchung und Analyse der Okulomotorik (Augenbewegungen und der Pupillenfunktion) wurde das System eyeTrax* entwickelt. Mittels Hochleistungs-Eye-Tracking-Kameras – integriert in eine Virtual-Reality-Brille – werden die Augenbewegungen präzise erkannt und mithilfe der eyeTrax-Software vielfältig ausgewertet. Die Ergebnisse dokumentieren mögliche Defizite der okulomotorischen Funktionen, welche auch im Profi-Sport von großer Bedeutung sind.

Die Okulomotorik wird anhand einer 3D-Simulation, die visuelle Reize gezielt und reproduzierbar auslöst, getestet. Die Hochleistungs-Eye-Tracking-Kamers erfassen die Augenbewegungen und die Pupillenreaktionen beim Verfolgen und Suchen von bewegten Objekten sowie Lichtreizen, indem durch Computer-Vision-Algorithmen die Pupille im Videobild erkannt und verfolgt wird. Die 3D-Simulation misst, im Gegensatz zu bildschirmbasierten Systemen, zudem die Akkomodationsleistung (Konvergenz und Divergenz).

eyeTrax kombiniert eine Reihe von hochentwickelten Algorithmen und wertet die Ergebnisse für beide Augen separat aus. Unterschiedliche Messungen können intraindividuell verglichen werden. Durch die reproduzierbaren und objektivierbaren Daten sind Rückschlüsse auf die kognitive Funktion des Gehirns möglich.

Forschung - Studien zu leichten Schädel-Hirn-Traumen

Derzeit existiert für eine Gehirnerschütterung (leichtes Schädel-Hirn-Trauma) keine objektive Untersuchungsmethode zur Sicherung dieser Diagnose. Sie stützt sich auf die subjektiven und motivationsabhängigen Angaben des Patienten sowie auf die Einschätzung des Arztes nach der Abfrage von Symptomen: Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder Kopfschmerz. Dennoch sind diese allerdings nur indirekt und nicht immer auftretende Hinweise auf eine Schädigung des Gehirns.

eyeTrax ermöglicht eine Funktionsanalyse von diversen Funktionen des Auges. Mit Hilfe der Eye-Tracking- und Virtual-Reality-Technik.

In Kooperation mit klinisch tätigen Wissenschaftlern und Sportärzten werden neuro-ophthalmologische Parameter erfasst und dienen dem Anwender umfangreiche Informationen über mögliche Einschränkungen zu sammeln.

Die Spezifität dieser Parameter ist auch für die optimale Steuerung eines Heilverfahrens und damit für die Entscheidung über eine berufliche Wiedereingliederung von großer Bedeutung

Sport - Einsatz im Sport

Nicht erst seit der Verletzung von Fußball-Nationalspieler Christoph Kramer im Finale der Weltmeisterschaft 2014 stehen Schädel-Hirn-Traumen (mTBI) auch im Breiten- und Spitzensport im Fokus der sportmedizinischen Diskussion. Im Profi-Sport werden Spielsituationen nur bei einer intakten Okulomotorik in Sekundenschnelle erfasst. Ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma kann zu Defiziten der okulomotorischen Funktionen führen, die die Reaktionsfähigkeit mindern sowie die räumliche Wahrnehmung beeinflussen. Diese Fähigkeiten spielen u. a. beim Einschätzen von Spielsituationen und beim Zweikampfverhalten eine große Rolle. Mögliche Defizite erhöhen ebenso signifikant das Risiko für muskuloskelettale Verletzungen.

Eine belastbare und objektive Beurteilung dieser kognitiven Fähigkeiten unmittelbar nach einer Kopfverletzung ist somit von großer Bedeutung – für die Gesundheit der Sportler und für die Entscheidung, ob der Spieler weiterhin volle Leistung erbringen kann, oder spielstrategisch ausgewechselt werden sollte. Bisher entscheiden dies die Mannschaftsärzte subjektiv und nach Erfahrungswerten. Vor allem leichte Schädel-Hirn-Traumen werden oftmals nicht erkannt bzw. verharmlost und dementsprechend nicht optimal therapiert. Die Betroffenen werden ggf. zu schnell (oder unnötig spät) wieder in den Trainings- und Wettkampfprozess (Return-To-Play) integriert.

Digitaler Gesundheitspreis - eyeTrax gewinnt den 2. Platz beim Digitalen Gesundheitspreis von Novartis.

eyeTrax hat den mit 15.000 EUR dotierten 2. Platz beim Digitalen Gesundheitspreis von Novartis gewonnen. Das ganze eyeTrax Team bedankt sich bei Novartis Pharma und Sandoz Deutschland/Hexal für einen tollen Abend in Berlin und diese hohe Auszeichnung!

eyeTrax Team

Das eyeTrax Team besteht aus einem interdisziplinäres Team von erfahrenen Spezialisten

Björn Fuhrmann

Geschäftsführer und Gründer von eyeTrax. Sammelte seine digitalen Erfahrungen in Projekten und Führungsfunktionen bei E-Plus, Arcor, Vodafone, PSI AG, BASE, Atos und vielen weiteren Unternehmen.

Sebastian Weidner

Geschäftsführer und Gründer von eyeTrax. Erlangte umfangreiche Erfahrungen in der Projektorganisation - u.a. im Organisationskomitee der FIFA Fußball–Weltmeisterschaft 2006, bei Borussia Dortmund sowie im Red Bull Mediahouse.

Olaf Gerlach

Gründer von eyeTrax. Konzeptionierte und entwickelte Big Data Analyse Systeme für Arcor, Vodafone, PSI AG sowie die Deutsche Bahn und leitete diverse internationale Forschungsverbundprojekte mit dem Schwerpunkt verteilter mobiler Systeme.

Dr. Matthias Temmen

Gründer von eyeTrax. Ist promovierter Physiker und hat langjährige, internationale Forschungserfahrung im Bereich der dreidimensionalen Spektro- und Mikroskopie. Er leitet die soft- und hardwareseitige Entwicklung von eyeTrax und entwirft die Algorithmen zur Datenauswertung und -aufzeichnung.

Christopher Gundler

Betreut die künstliche Intelligenz hinter den Assistenzsystemen von eyeTrax. Als Kognitionswissenschaftler und Data Scientiest forscht er an der Nutzung tiefer neuronaler Netzwerke für eine maschinengestützte Interpretation der Daten.

Medien - Berichterstattung über eyeTrax

Forschung - Machine Learning Tool zur robusten Entwicklung von Biomarkern und Muster für die Analyse leichter Schädel-Hirn-Traumen.

Dieses Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

*eyeTrax ist auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse entstanden und wird wissenschaftlich kontrolliert. Trotzdem handelt es sich bei eyeTrax nicht um einen medizinischen Dienst, noch wird durch eyeTrax eine medizinische Diagnose gestellt. eyeTrax ist ein Werkzeug zur okulomotorischen Leistungserfassung, welches interessierte Ärzte, Therapeuten, Pflegende, Sportler, Optiker, Ophthalmologisten, Orthoptisten, Neuropsychologen sowie andere Wissenschaftler unterstützen soll.

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